Polyarthritis Therapie mit einem Kombinationsverfahren
Polyarthritis ist eine komplexe Erkrankung. Es handelt sich um ein Autoimmungeschehen, also einen Angriff von Abwehrzellen auf körpereigenes Gewebe, dessen eigentliche Ursachen letztlich noch nicht eindeutig geklärt sind.
Aus physiologischen
Untersuchungen der letzten Jahre wissen wir, dass bestimmte entzündungsfördernde
Botenstoffe im Körper an der Entstehung bzw. Verstärkung der Polyarthritis beteiligt sind.
Diese Botenstoffe entstehen aus der Arachidonsäure. Die Arachidonsäure ist eine
mehrfach ungesättigte
Polyarthritis - Zu viel Arachidonsäure
Die Arachidonsäure und ihre
Folgeprodukte sind keineswegs nur als schlecht zu bezeichnen. Im Gegenteil: wir
brauchen sie, um zur Abwehr von Krankheitserregern eine gute
Entzündungsaktivität zu entwickeln, die Blutgerinnung bei Verletzungen zu
steigern und einen ausreichend hohen Blutdruck aufrechtzuerhalten. Es kommt auf
das richtige Gleichgewicht an. Das aber ist heute durch unsere
Die übliche
schulmedizinische Therapie bei Polyarthritis zielt auf die Hemmung der entzündlichen
Aktivität durch
nicht-steroidale Antirheumatika ( Polyarthritis - Antioxidantien gegen freie Radikale Hier sind zunächst die Antioxidantien zu nennen. Sie spielen insofern eine bedeutende Rolle, als sie die aus den Zwischenprodukten des Arachidonsäure-Stoffwechsels entstehenden freien Radikale unschädlich machen können. Freie Radikale sind chemisch hochreaktive Moleküle, die biologisches Material wie z. B. Zellmembranen, DNS oder Fettsäuren angreifen und schädigen können. Bei allen entzündlichen Prozessen entstehen vermehrt freie Radikale. Es sind aggressive Substanzen, die der Körper selbst bildet, um z. B. Krankheitserreger abzuwehren, die natürlicherweise als Nebenprodukt der Atmung entstehen und die durch Umwelteinflüsse (z. B. Strahlung, Chemikalien) oder bei Entzündungsprozessen im Körper vermehrt gebildet werden. 1. Selen Ein wichtiges Antioxidans ist das Spurenelement Selen. Die Selen-Versorgung der Mitteleuropäer muss im Weltvergleich eher als schlecht bezeichnet werden. Im Blut von Patienten mit Polyarthritis hat man erniedrigte Selen-Werte im Vergleich zu nicht an Polyarthritis Erkrankten gefunden. Bei Polyarthritis mit ihrer chronisch erhöhten Entzündungsaktivität bestehen besondere Belastungen mit freien Radikalen, die letztendlich für die Gelenkzerstörungen maßgeblich mitverantwortlich sind. Der Organismus hat eine Vielzahl von Abwehrmechanismen gegenüber freien Radikalen. Eines der wichtigsten Enzyme in diesem Zusammenhang ist die Glutathionperoxidase, die nur bei guter Selen-Versorgung in ausreichendem Maß entstehen kann. Polyarthritis - Schädliche Auswirkungen werden gemindert
Diese selenabhängige
Glutathionperoxidase ist in der Lage, freie Radikale unwirksam werden zu lassen.
Der Entzündungsprozess wird dadurch nicht beeinflusst. Wohl aber werden seine
schädlichen Auswirkungen gemindert. Nicht unbedeutend scheint zu sein, dass
gerade die in der
Einige klinische Studien
haben ergeben, dass Selen-Gaben bei Polyarthritis (in den meisten Studien allerdings in
Verbindung mit
2. Vitamin E
Das andere Antioxidans, dem
hier große Bedeutung beikommt, ist das
Polyarthritis - Keine schädlichen
Schädliche
Polyarthritis - Fette Fische – gute Lieferanten
Fische sind umso reicher an
diesen Säuren, je fetter sie sind und je kälter das Wasser ist, in dem sie
aufgewachsen sind. Hering, Makrele, Thunfisch, Lachs, Heilbutt sind besonders
gut geeignet, wenn man sich eine große Menge dieses Stoffes zuführen möchte,
besonders wenn die Fische im Nordmeer gefangen wurden. Pflanzen gibt es nur
einige, die relevante Mengen aufweisen. Die Öle müssen immer kalt gepresst sein,
da gerade die wertvollen
Siehe auch:
Polyarthritis - Hilfreich auch bei Psoriasis
Studien belegen
mittlerweile, dass entzündliche Erkrankungen wie Polyarthritis,
Psoriasis oder
chronische Darmentzündungen unter einer
4. Weihrauch
An Bedeutung hat in jüngster
Zeit der Weihrauch (Boswellia serrata) gewonnen. Er ist als Heilmittel seit der
Antike bekannt. Die indische
Ayurveda-Medizin kennt ihn ebenfalls als
entzündungshemmendes
Medikament und setzt ihn u. a. bei
Polyarthritis - Ein effizienter Lipoxygenase-Hemmer Die Arachidonsäure wird von einem Enzym, der Lipoxygenase, in Hydroperoxydfettsäuren und weiter in entzündungsfördernde Leukotriene umgewandelt. Ein sinnvoller therapeutischer Ansatz wäre es, einen spezifischen Hemmer der Lipoxygenase zu entwickeln, der die Synthese der Leukotriene deutlich vermindert. In der konventionellen Pharmakologie sind solche Stoffe zwar bekannt, haben aber keine nennenswerte Bedeutung in der Therapie erlangt, da sie mit relativ starken Nebenwirkungen behaftet sind. Die Boswelliasäure aus dem Harz des Weihrauchs stellt nun einen Lipoxygenase-Hemmer dar, der sich durch hohe Selektivität (nur dieses Enzym wird gehemmt), große Effizienz (die Hemmung gelingt bei sinnvollen Dosierungen in relevantem Maße) und Nebenwirkungsarmut auszeichnet. Magengeschwüre sind unter Anwendung von Weihrauch-Präparaten bisher nicht berichtet worden, wenngleich leichtere Magen-Darm-Beschwerden in seltenen Fällen angegeben werden. Polyarthritis - Deutlich geringere Schwellung Im Tierversuch konnten entzündungshemmende Eigenschaften belegt werden. Beim Rattenpfotenödem-Modell werden durch Einspritzen von bestimmten Substanzen akut-entzündliche Ödeme erzeugt. Es wurde vor vielen Jahren schon geprüft, ob nach Verabreichung der Prüfsubstanz oder nach Placebo oder von Weihrauch das Volumen der Pfote und damit das Ausmaß der entzündlichen Schwellung im Vergleich weniger ausgeprägt ist. Für Weihrauch-Extrakte konnte in diesem Modell eine deutlich geringere Schwellung als unter Placebo nachgewiesen werden. Der Effekt war nicht ganz, aber fast so stark wie bei Phenylbutazon, einem bewährten, aber nicht ganz nebenwirkungsarmen Antirheumatikum. Es liegen mittlerweile auch die Ergebnisse einiger klinischen Studien am Patienten vor. In einer deutschen Studie konnte z. B. nachgewiesen werden, dass bei 81 Patienten (39 Boswellia, 42 Placebo) in der Boswellia-Gruppe sowohl objektive als auch subjektive Parameter (Messgrößen) nach 6 und 12 Wochen deutlich besser waren.
Die mit dem „richtigen“
Medikament behandelten Patienten mit Polyarthritis hatten eine
niedrigere Blutsenkungsgeschwindigkeit und ein niedrigeres CRP (C-reaktives
Protein), beides Maße für Entzündungen. Die Gelenkschwellungen und –schmerzen
waren weniger stark ausgeprägt, Morgensteifigkeit und das Allgemeinbefinden
hatten sich gebessert und der Schmerzmittelverbrauch war geringer.
Polyarthritis - Höhere Dosierung im Schub
Der Weihrauch eignet sich
zur Behandlung aller chronisch-entzündlichen Erkrankungen, bei denen
leukotrienvermittelte Entzündungen eine Rolle spielen, d. h.
Asthma,
Polyarthritis - Eine sinnvolle Kombination Für alle hier beschriebenen Nährstoffe bzw. Weihrauch sind günstige Effekte auf entzündliche Erkrankungen wie das Polyarthritis belegt. Da diese Mittel teilweise an unterschiedlichen Punkten im Arachidonsäure-Stoffwechsel ansetzen, sollte unter einer kombinierten Therapie eine enorme Verstärkung der Entzündungshemmung zu erwarten sein. Hierzu gibt es allerdings noch keine Studien.
Polyarthritis - Vegetarische
Eine solche
Kombinationstherapie sollte durch eine weitgehend vegetarische
Polyarthritis - Erste spürbare Wirkung: nach vier Wochen Die Auswirkungen einer solchen Therapie sollten – bei gleichzeitiger sonstiger antirheumatischer Medikation – etwa nach vier Wochen subjektiv deutlich spürbar sein. Auch Entzündungswerte im Blut können sich dann bereits verbessern. Die Effekte werden in der Regel nach mehreren Monaten bis zu einem Jahr optimal ausgeprägt sein. Sollten nach etwa drei Monaten keinerlei positive Änderungen bemerkt werden, spielen der Arachidonsäure-Stoffwechsel und die freien Radikale hier wohl keine große Rolle; diese Therapie braucht dann nicht mehr fortgeführt zu werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass die meisten Patienten mit Polyarthritis auf ein solches Programm gut, in Einzelfällen sogar dramatisch gut ansprechen. Bei entsprechender subjektiver und objektiver Besserung können möglicher Weise nach und nach die konventionellen Antirheumatika ausgeschlichen werden. Dies sollte aber immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Vitamin C und Vitamin D unterstützen die Therapie
Bei Polyarthritis kommt es durch
die Entzündung und die vermehrte Freisetzung von freien Radikalen nicht nur zur
einem Mangel
Siehe auch:
Neueste Forschungen haben
ergeben, dass
Vitamin
D nicht nur für den Knochen wichtig ist, sondern auch in
einem Zusammenhang mit Autoimmunkrankheiten wie der Polyarthritis steht. Viele Menschen
in Mitteleuropa haben erniedrigte
Vitamin
D-Spiegel, die nicht nur
Siehe auch: Empfohlene Labordiagnostik bei Polyarthritis
v
BSG, CRP (zur
Verlaufskontrolle der Entzündung) Alle diese Werte können in der Habichtswaldklinik ambulant oder stationär erhoben werden. Therapie bei Polyarthritis
v
Ggf.
schulmedizinische Polyarthritis-Therapie Alle diese Therapien können in der Habichtswaldklinik stationär durchgeführt oder ambulant eingeleitet werden. Viel Erfolg bei der Behandlung Ihrer Polyarthritis!
Lösung der Quizfrage:
In den USA sterben jedes Jahr 10-20000 Menschen an
den Folgen von Magen-Darm-Blutungen durch die herkömmlichen Antirheumatika, die
so genannten
Für Deutschland gibt es keine genauen Zahlen. Nach Hochrechnungen aus den amerikanischen Komplikationen sowie den deutschen Verordnungshäufigkeiten hat man folgendes (stark vereinfachtes, in der Größenordnung aber wohl richtiges) Modell entwickelt:
Etwa 4 Millionen Menschen nehmen
NSAR ein.
Von der neuen Klasse von NSAR, den so genannten
COX-2-Hemmern oder Coxiben (z.B. Bextra,
Vioxx, Celebrex), hatte man sich deutlich
weniger Nebenwirkungen versprochen, da sie den Magen des an Arthritis Erkrankten besser
schonen. In der Gesamtbilanz schauen sie jedoch kaum besser aus, da man
festgestellt hat, dass zwar weniger Magentote zu verzeichnen sind, aber dafür
genau so viel mehr Herztote, wie Magentote vermieden wurden. Die Todesursachen
wurden also nur verschoben – allerdings zu Medikamentenkosten, die mindestens
das Dreifache der „alten“ NSAR betragen. (
Mit diesen Informationen soll keine Angst
verbreitet werden. Es gibt Situationen, da kann es richtig sein, die alten
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail) Weitere Fragen?
Telefon +49 (0) 56 1- 31 08 - 102 oder - 622
·
Impressum·
Anfahrt Servicetelefon 0800 / 8 90 11 00 · Info-Fax 0800 / 7 32 73 80 Haftungshinweis: |